Am Donnerstag sind wir dann bis nach Shark Bay gefahren. Man
merkt jetzt endlich auch, dass wir weiter nach Norden kommen. In Yanchep hat es
noch geregnet und in Kalbarri auch, aber seitdem nur noch blauer Himmel,
Sonnenschein, herrlich. Auf dem Weg nach Denham (der einzigen „Stadt“ wenn man
es so nennen möchte in Shark Bay) habe ich das erste Mal wieder Shorts und
Flipflops (die hier irrsinniger Weise thongs heißen) angezogen. Auf der
gesamten Halbinsel hier gibt es ein Wasserversorgungsproblem, weswegen man für
Trinkwasser an einer Trinkwasserauffüllstation zahlen muss. Wir haben auf dem
Weg hierher auf dem Campingplatz am Hermelin Pool Stromatoliten angeguckt und
dort auch geduscht (4$ pro Person) und das Wasser war auch ein bisschen salzig,
wahrscheinlich weil die ihre eigene Meerwasserentsalzungsanlage haben.
Bis heute waren wir dann im Francois Peron Nationalpark. Im gesamten
Nationalpark kann man sich nur mit „high-clearance 4WD“ fortbewegen (sagt die
Broschüre). Gut, dass wir so was besitzen. Leider haben wir es nicht geschafft
Dugongs oder Mantarochen zu sehen, weil das Meer zu aufgewühlt war.
Dafür haben wir dreimal einen Bobtail-Lizard gesehen, der
über den Weg gelaufen ist, über den wir fahren wollten. Yuki ist gleich
rausgesprungen und hat ihn hochgehoben, weswegen ich jetzt dieses schöne
Steve-Irving-mäßige Foto mit einer fauchenden Echse in der Hand besitze. Außerdem
haben wir merkwürdige Raupen gesehen, die haarig sind und alle hintereinander
herlaufen, vermutlich um eine Schlange zu simulieren.
Morgen geht’s nochmal zu
den Delfinen nach Monkey Mia und dann fahren wir erst mal wieder einige hundert
Kilometer gen Norden. Angeblich soll das Wasser dort dann auch richtig schön
warm sein. Ich hoffe es sehr, denn ich muss unbedingt erst mal meine Angst vor
dem Ozean überwinden und Schnorcheln bevor wir diesen Walhai-Schnorchel-Ausflug
buchen. Als Abschluß unseres Besuchs im Nationalpark waren wir heute noch auf einer alten Schaffarm unter der eine heiße Quelle sprudelt und haben uns eine Weile im heißen Wasser erholt und dabei wilde Emus beobachtet.