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Freitag, 12. Oktober 2012

Ah jetzt ja!

Eine Insel!
Also doch noch eine. Nach dem Fraser Island ja ausgefallen ist, sind wir dann noch auf Bribie Island gewesen. Das Beste daran: keine Fähre, man kann über eine Brücke fahren.
Anschließend ging es dann ca. 25km am Strand nach Norden um zu unseren Campingplatz zu kommen. Da endlich die Schulferien vorbei waren, mussten wir uns in der ersten Nacht den Platz nur mit einer Familie teilen und in der zweiten Nacht waren wir komplett alleine mit den wilden Schweinen, Känguruhs, Echsen und Turkeys.
Jetzt sind wir in Brisbane, haben uns schon das Museum of Queensland gesehen, eine Tour durch die Stadt gemacht, an einem Pubquiz mit der Couchsurfing Gruppe teilgenommen und waren heute mit Jana auf Mount Coot-tha und im botanischen Garten.

Mittwoch, 5. September 2012

Endlich an der Ostküste

Nach der spektakulären Fahrt durch gefühlte 10.000km Buschlandschaft haben wir es endlich an die Ostküste geschafft!
Regenwald und Great Barrier Reef können kommen!
Ersteres haben wir auch schon durchquert.
Aber erstmal waren wir in Cairns. Sandra hat endlich Jana getroffen, nachdem wir ja schon 10 Monate in Australien sind und trotzdem immer mehrere tausend bis zehntausend Kilometer von ihr entfernt waren...
Cairns an sich hat nicht sonderlich viel zu bieten. Ein Schwimmbad am Meer, da man in diesem auf Grund der Krokodile nicht schwimmen kann, einen botanischen Garten und im Moment ein bißchen Kunst und Musik auf Grund des Cairns Festivals. Ist aber eine sympatische, kleine Stadt.

Drumherum gibt es dann schon mehr.
Den Barron Gorge, welchen wir hochgelaufen sind bis zum Wasserfall und einige Strände, an denen man auch ins Wasser kann. Hier war auch erstmal ein Tag entspannung angesagt, nach den drei Tagen Autofahren hatten wir davon erstmal genung. Yuki haben wir hier auch wiedergetroffen. Sie wollte eigentlilch schon weiter die Ostküste runter gereist sein, aber da ihr Cairns so gut gefallen hat, ist sie noch länger geblieben und fliegt dann nach Sydney weiter.
Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz welcher eine "unwanted Food" Ecke hatte. Da Cairns ein beliebter Start- und Endpunkt für Backpacker ist, landen hier hier scheinbar auch alle anderen, nicht mehr benötigten Gegenstände.
Unsere Ausbeute: Ein Navi, ein Bodyboard, ein Inverter von 12 auf 220V fürs Auto, drei Bier, Mikrowellenpopcorn und Reis und Nudeln.
Nach drei erholsamen Tagen haben Yuki nochmal eingesammelt um nach Norden in den Regenwald aufzubrechen.
Unser erstes Ziel war Cape Tribulation mit vorheriger Übernachtung auf dem Lync Haven Campingplatz.
Hier hat es sich der Besitzer zur Aufgabe gemacht, verletzte und einheimische Tiere zu halten und den Gästen näher zu bringen. Darunter: Doris das Krokodil, diverse Schlangen, zwei kleine Süßwasserkrokodile, Känguruhs und Wallabies.
Doris kriegt jeden morgen einen Snack und anschließend dürfen alle die Känguruhs füttern.
Eins von ihnen gibt gerne Umarmungen.
Nach diversen (Board)Walks mit Schildkröten und Schlammspringern hatten wir zum Mittag noch Besuch von einem "Monitor" der wohl weiß, dass Touristen gerne Essen fallen lassen...
Damit wir Cape Tribulation abgehakt und es ging weiter nach Norden, an der Küste entlang auf einer Straße die mal wieder nur für 4WD war.
Sie schlängelt sich über Berge, mitten durch den Regenwald mit ein paar kleinen Flußdurchfahrten und schon etwas krasseren Steigungen. Bei einer Abfahrt mussten wir auf halber Strecke pause machen, da uns sonst die Bremsen weggeglüht wären....
Auf dem Weg lagen auch die Wujal Wujal Falls.
Anschließend sind wir dann auch in dem kleinen, niedlichen Cooktown angekommen.
Captain James Cook war hier wohl mal für knapp drei Monate, was ausgereicht hat den Ort nach ihm zu bennen.
Es gibt eine schöne Aussichtsplattform auf einem Berg mit Leuchtturm.
Für den nächsen Morgen war eine Aborignal Tour mit Willie geplant. Die Guurrbi Tour.
Willie hat uns 4 Stunden an verschiedene Plätze seiner Vorfahren geführt und uns einiges über ihr Leben, Tradition und die Natur erzählt. Von der Geburtshöhle bis hin zu den Felslöchern in denen die Knochen der Verstorbenen abgelegt werden. Es war sehr interessant und ich habe auch noch einen Crashkurs im Didgeridoo-spielen gekriegt.
Nach der Tour ging die Reise Inland weiter Richtung Süden bis nach Port Douglas.


Mittwoch, 4. Juli 2012

Monkey Mia und der erste warme Tag


Unseren letzten Tag in Shark Bay haben wir in Monkey Mia mit den zahmen Delfinen verbracht. War eigentlich genauso wie in Bunbury, nur dass der Delfin echt um einiges näher gekommen ist. Die haben hier aber auch bis in die 90er zu viel gefüttert, so dass viele Babys gestorben sind, weil sie nie jagen gelernt haben. Das wurde jetzt glücklicherweise geändert. 


Die nächstgrößere Stadt auf dem Weg nach Norden ist Carnavon, wo es eigentlich nicht besonders viel zu sehen gibt, außer einem langen Jetty und vielen Bananenplantagen, wo wir uns günstig mit Obst eingedeckt haben.  Ein Kilo Bananen, ein Sack Orangen, eine Avocado und eine viertel Wassermelone für 8$!!

Heute sind wir dann fast bis Coral Bay gefahren und ENDLICH wird es auch richtig warm. Heute sitze ich das erste Mal ohne Jacke am Lagerfeuer (Flo hat mal wieder leckere Pizza im campofen gemacht) und es ist nicht kalt. Wir haben lustigerweise durch Zufall, als wir auf dem Rückweg von den Blowholes nördlich von Carnavon waren, die beiden Esten wiedergetroffen, die mit uns bei Floraco gearbeitet haben. Die sind grade auf dem Weg nach Karratha, einer hässlichen Minenstadt, die wir auf dem Weg nach Norden auslassen wollten. Leider wollten die aber nicht mit uns auf dem Campingplatz bleiben, weil sie keine Nacht auf eine Dusche und Wassertoilette verzichten konnten, die Weicheier. Dabei ist es hier so schön, es ist Vollmond, es gibt Solarlicht, nette Nachbarn mit süßen Hunden und eine große Feuertonne. Was will man mehr? 



Mehr Bilder gibt es leider erst, wenn wir den nächsten Hotspot gefunden haben, was hier im Nord-Westen etwas dauern kann..

Freitag, 17. Februar 2012

Ab in die Wüste

Nach Kangaroo Island sind wir erstmal weiter nach Norden, mit Übernachtungen in Rapid Bay und Port Augusta.
Von dort aus war das nächste Ziel dann Coober Pedy. Also ab in die Wüste!
Es galt also 580km an einem Tag mit möglichst wenig Zwischenfällen durchs Nichts zu fahren. Die Landschaft hat sich deutlich im Laufe des Tages geändert. Am Anfang gab es noch Bäume und grüne Büsche, später dann nur noch karge, graue und braune Landschaft, ab und zu mal ein Salzsee, viele Roadtrains und am Ende eine Landschaft voll mit kleinen Haufen Erde und vielen Löchern.
Aber bevor wir so weit gekommen sind gab es dann ca. 30km vor Coober Pedy doch noch einen ungeplanten Zwischenstopp: Ein durchgescheuerter Kühlschlauch hat uns ca. 1 Stunde und 5 Liter Kühlflüssigkeit gekostet.
Nachdem wir das mit Hilfe von zwei netten Frauen die angehalten und uns mit Werkzeug versorgt haben repariert hatten haben wir es dann doch noch geschafft...
Es war heiß, staubig und später als geplant. Also erstmal schnell einen neuen Kühlschlauch geholt, getankt und schonmal die erste Kirche in einer Höhle angeguckt.
Und dann auf den Campingplatz mit Pool! Kaltes Wasser ist zwar was anderes aber es war immerhin etwas erfrischend. Alternativ hätter man auch in ein Underground Hotel oder Campingplatz gehen können, aber da lässt es sich schlecht mit unserem Auto reinfahren...
In der Nähe von Coober Pedy verläuft auch ein Teil des 5600km langen Dog Fence, der Dingos im Norden des Landes halten soll und so die Schafe im Süden sicher.
Damit hat unsere Vormittagstour um Coober Pedy rum angefangen. Weiter dann zu den Breakaways .
Einige Berge in der Wüste, ehemals bewohnt von Aboriginals.
Unter anderem Bezeichnet als die Zwei Hunde, deren Besitzer, Eine Echse und ein Emu mit Kindern.
Dann gings weiter zu Toms Mine.
Für 10$ konnte man sich in den Unterirdischen Gängen verlaufen, sich diverse Gerätschaften angucken und ein paar Steine aufkloppen (noodeln) in der Hoffnung Opale zu finden.
Leider Erfolglos.
In der Mittagshitze sind die Minen und Kirchen in den Höhlen eine willkommene Attraktion.
Also sind wir noch in 2 weitere unterirdische Kirchen und in eine Wohnung die man mieten kann gegangen. Die Wohnung war mit Billiardtisch, 3 Schlafzimmern, Küche, Wohnzimmer mit Flatscreen und zwei Badezimmern. Das ganze Jahr über mit angenehmen Temperaturen, ganz ohne Klimaanlage und Heizung.
Nachmittags sind wir dann wieder Richtung Süden und wollten eigentlich auf einem Rastplatz an der Hauptstraße campen, sind dann aber schon früher auf die Nebenstrecke (Schotterstraße, 300km) gefahren um ein paar Kilometer zu sparen.
Übernachtet haben wir dann in Kingoonya. Hier gab es mal einen Caravanpark und ein Hotel. Beides hat mittlerweile geschlossen.
Einwohner gibt es ca. 10. Gesehen haben wir 5.
Die einzige Tankstelle hier hat unsere Kreditkarten nciht akzeptiert, so dass wir eine Anwohnerin des Ortes gefragt haben, ob sie mit ihrer Karte zahlen kann und wir ihr dann das Geld in Bar geben können. Das hat auch Problemlos geklappt, auch wenn sie "ihre" Karte interessanter Weise erstmal aus dem Haus ihrer Nachbarin geholt, die nicht da war.
Wie sich dann herausgestellt hat, haben die Bewohner des kleinen Ortes auch das Schloss des Badezimmers des Caravan Parks aufgebohrt, so dass wir dann da unser Lager aufgeschlagen haben, mit gratis Dusche, Klo und sogar Strom.
Der im Übrigen auch von den Anwohnern genutzt wird. Es liegen Verlängerungskabel quer über die Straße von dem Caravan Park zu den diversen Häusern. Hier kommt wohl keiner vorbei um Strom und Wasser ab zu klemmen...
Jana hat die Nacht leiber im Auto verbracht, da ihr der Ort etwas unheimlig war um draußen zu schlafen.
Als wir am nächsten Morgen alle die Nacht überlebt haben ging es weiter auf der Gravel Road Richtung Ceduna.




Montag, 9. Januar 2012

Melbourne

Wir haben es auch endlich geschafft uns Melbourne mal etwas näher anzugucken.
Wir haben mehrere Walking-Tours gemacht. Eine auf eigene Faust nach Lonely-Planet Vorgabe, bei der wir schonmal Sachen geseshen haben, die wir uns anschließend noch näher angucken wollten.
Die nächste war eine Tour von der Touristeninfo. Gratis und von freiwilligen Helfern durchgeführt.
Unser Guide war eine etwa 65 Jährige Rentnerin, die Leuten lieber Melbourne zeigt bevor sie zu Hause das Haus aufräumen muss.
Wir haben nochmal die Hälfte von dem was wir uns vorher schon angeguckt haben nochmal gesehen, waren in dem "Loo-with-a-view":
sind mit der Straßenbahn zu Sehenswürdigkeiten gefahren (unsere Führerin war ja nicht mehr so flink unterwegs) und haben dann noch eine Kaffeepause mit ihr gemacht.
 Am 02. Januar war es dann Tagsüber mal schlanke 42°C warm, so dass wir versucht haben möglichst viel Zeit in Straßenbahnen, im Meer und in Museen zu verbringen. Als Museum stand das Melbourne Museum auf dem Plan. Zu sehen gibt es: Aboriginal Geschichte, einen Raum voll mit ausgestopften Tieren (inkl. Sam, DEM Koala), Dinosaurierskelette, Frösche und vermutlich noch viel mehr, aber leider hat dann das Museum schon zu gemacht und wir mussten wieder raus in die Hitze.
Den Rest des Abends haben wir dann bis zwölf Uhr nachts draussen verbracht.
Am 03. war das Wetter schon wieder angenehm. Also konnte man wieder eine Walking Tour machen. Diesmal: Parks. Bäume, Springbrunnen, Enten und alles was dazu gehört.
Außerdem das höchste Gebäude Melbourns: Eureka.
Mit dem Express Fahrstuhl geht es in den 88. Stock in etwa 25 Sekunden. Hervorragender Ausblick über Melbourne und der höchste Briefkasten Australiens. Sowie "The Edge". Ein Glaskasten in den man gehen kann mit undurchsichtigen Scheiben. Dann wird der Kasten aus dem Gebäude gefahren und die Scheiben auf dursichtig geschaltet inkl. des Bodens. Das haben wir uns aus Kostengründen aber gespart und man darf auch keine Kamera mit rein nehmen.
Wir haben uns das The Edge Gefühl selbst gemacht und zumindest für Sandra war das schon Nervenkitzel genug!

Das chinesische Museum haben wir uns auch noch angeguckt und was über chinesische Einwanderer, Minenarbeiter und verschiedene Feste gelernt.
Am Abend haben wir dann noch Flunky Ball bei unseren Gastgebern eingeführt, die sich auch gleich sichtlich dafür begeistern konnten und sich nicht mit einer Runde zufrieden gegeben haben.



Montag, 26. Dezember 2011

Weihnachten

Bevor ich was über Weihnachten schreibe, noch kurz ein Nachtrag zu dem Schnabeltier: Wir mussten nicht früh auftstehen, weil wir es Gott sei Dank abends schon gesehen haben, yeah! Und hier ist der Beweis:

Ich weiß, das Foto sieht aus wie eins von dem Monster von Loch Ness, aber mit bloßem Auge konnte man es ganz gut erkennen. 

Weihnachten haben wir dann bei Kara und ihren Eltern in Melbourne gefeiert. Weil ihre Vorfahren aus Polen kommen, gabs die Geschenke und das Essen auch schon am 24. und es gab leckere Piroggen als Vorspeise. Zum Essen gabs Hummer, Gambas, Schinken, Truthahn und jede Menge Salat. Der Weihnachtsmann kam auch vorbei und hat die Enkeltochter Ellie (knapp 2) reich beschenkt und Flo und ich haben sogar auch 'ne Kleinigkeit bekommen. 

Gestern waren wir noch im Ferienhaus von Tobis Dad. Als die Familie es gekauft hat, lag es wohl direkt am Strand, aber der Großvater hat sich gedacht da er für die 30m Meer auch mitbezahlt hat, möchte er sie auch nutzen und illegal noch 30m Erde vor dem Haus aufgeschüttet, so dass sie jetzt wirklich ein sehr schönes großes Grundstück direkt am Strand haben. 

Jetzt sind wir im Moment in Ballarat, darüber werden wir dann wann anders berichten. 



Mittwoch, 21. Dezember 2011

Hobart und die Ostküste

Nach dem erfolgreichen Aufnethalt in Hobart (selbstgebrautes Bier, mal wieder einen Drauf machen...) sind wir mit Martina (eine Couchsurferin bei dem deutschen Freund von einem unserer Hosts) Richtung Osten aufgebrochen und die Küste hochgefahren.
Erstes Ziel: Port Arthur.
Ein ehemaliges Gefägnis für Gefangene, die sich auch in den Gefägnissen im Rest von Australien nicht benehmen konnten.
Hier konnte man sämtlichen Luxus einer Strafkolonie genießen: Schlafen im Dorm mit anderen Gefangenen, bequeme Einzlezimmer mit dem leisem Ambiente (Sprechen verboten!) und dem sehr beliebten Darkroom, der allerdings nur alleine benutzt werden darf...
Auf der Weiterfahrt sind wir dann eine schöne Waldstrecke gefahren, auf dem es dann auch einen umgestürzten Baum auf (bzw. über) der Straße gab.

Ziel der Strecke: Freycinet National Park, wandern...
Eine gemütliche Wandertour über einen Pass hin zu einer sehr Beeindruckenden Bucht: Wineglass Bay.
Gesamtdauer des Ausflugs: 3 Stunden (hin und zurück). Inklusive: Wallabies am Strand.
Abends haben wir dann an den Friendly Beaches gecampt. Auch hier hatten wir Besuch von Wallabies (Alex und sein kleiner Bruder) und Martina hat nachts beim aufs Klo gehen ein Opossum auf unserer Leiter vom Zelt auf der obersten Stufe überrascht.

Heute morgen sind wir weiter zu dem höchsten Wasserfalls Tasmaniens, den St. Columba Falls und auf dem Weg Richtung Westen haben wir noch bei der "Holy Cow" Molkerei angehalten, Käse probiert und gleich noch welchen als Weihnachtsgeschenk für unsere Gastgeber in Melbourne gekauft.
Jetzt sind wir in Scottsdale auf unserem Campingplatz angekommen und laut unserem Camp Nachbarn haben wir hier morgen früh hier eine gute Chance ein Schnabeltier in der Natur zu sehen. Das bedeutet allerdings früh aufstehen. Also wird morgen um sieben aufgestanden...



Freitag, 16. Dezember 2011

Tasmanien II

Arve River Picnic Ground, der bisher beste Campingplatz unserer Reise liegt in der Nähe des Hartz Mountains National Park im Süden Tasmaniens. Es gab gratis Feuerholz, Flußwasser in Trinkwasse-Qualität, eine super saubere Toilette (mit Wasserspülung) und wir hatten endlich mal einen dieser mysteriösen "Backpacker-Abende" über die wir schon so viel gehört haben. Es waren nämlich noch ein paar Französinnen und ein tschechisches Pärchen da und wir haben schön am Lagerfeuer gesessen und gequatscht.
 



Am nächsten Tag sind wir dann ganz viel wandern gegangen und haben dabei unter anderem nochmal ein wildes Echidna gesehen. Das sind so witzige Viecher. Die haben ein Reptilien-Skelett, deswegen laufen sie wie Krokodile und dann schnüffeln sie die ganze Zeit im Boden rum und versuchen Insekten zu fressen.



Ach so, auf dem Weg nach Süden sind wir noch ein einem Wildlife Resort vorbeigefahren und haben endlich ALLE Tiere gesehen, die wir bisher noch nicht gesehen haben: Wombats, Tasmanische Teufel und natürlich auch wieder Koalas (die waren dieses mal auch ein bisschen aktiver). Am Eingang hat man eine Tüte mit Känguru-Futter bekommen und konnte dann ganze viele Kängurus füttern. Da da aber ziemlich Besucher sind, haben die Kängurus schon gar keine Lust mehr sich auf einen zuzubewegen und liegen einfach nur rum und warten, dass das Futter zu ihnen kommt. Aber es war trotzdem sehr schön, besonders auch die Tasmansichen Teufel, die sich um das Stück stinkende Fleisch gestritten haben.



Jetzt im Moment sind wir in Hobart, mal wieder Couchsurfen. Hobart ist die zweitälteste Siedlung Australiens und das sieht man auch. Im Gegensatz zu vielen Orten auf dem Mainland gibt es hier noch ältere, niedliche Häuschen und die Stadt hat richtig Charakter. Wir sind dann heute den ganzen Tag durch die Gegend gelaufen und haben die kostenlose Führung im Parliament House genutzt, wo wir mal wieder die einzigen Teilnehmer waren.


Wahrscheinlich fahren wir am Sonntag dann weiter die Ostküste hoch und am Freitag fährt dann ja auch schon unsere Fähre nach Melbourne (diesmal wirklich um 21Uhr, ich habs schon dreimal auf dem Ticket überprüft).

Ankunft auf Tasmanien und Launceston

Nachdem wir es ja glücklicherweise noch nach Tasmanien geschafft haben und um 6.30Uhr morgens angekommen sind, haben wir uns gleich die ersten Sachen angeguckt. Devonport ging relativ schnell, da es hier nicht ganz so viel zu sehen gibt.
Einen Leuchtturm:
Und das war's im Grunde auch schon...
Also weiter Richtung Launceston. Auf dem Weg dahin gibt es eine Schokoladenfabrik, die leckere belgische Schokolade und Pralinen macht.
Den zweiten Zwischenstopp gab es dann bei der Käsefabrik, die einen exzellenten Wasabi-Cheddar machen.

Am Nachmittag sind wir dann in Launceston bei Angelika Beyer angekommen wo wir freudig von Hunter und Walli begrüßt wurden.
Und natürlich auch von Ange, deren Oma aus Deutschland kam. Das hat dann auch erstmal gereicht für einen Tag ohne viel Schlaf auf der Fähre.
Am nächsten Tag sind wir morgens auf den Evandale Market gefahren und Sandra hat auch gleich mal ein paar Bücher gefunden, die sie kaufen konnte.
Als Nachmittagsprogramm stand dann "Hiking" auf dem Programm. Ab zum Gorge und ein paar Kilometer wandern. Es geht durch ein Flußtal, vorbei an der Kings Bridge, einem Café mit Fasahnen, einem öffentlichen gratis Schwimmbad und dann auf der anderen Seite den "Zig-Zag" Weg zurück Richtung Ausgangspunkt.
Von dort aus weiter in die Stadt, vorbei an "geschmackvollen" Weihnachtsdekorationen:
 In den "City-Park" wo es ein paar japanische Makaken gibt, die sich in ihrem Gehege vergnügen, in das Tasmanian-Art and Design Center. Kunst scheint hier auch einer der beliebtesten  Zeitvertreibe zu sein. Der Ort kann noch so klein sein, er hat auf jeden Fall eine Gallery oder ein Art-Center...
Da wir nicht allzuviel von "Kunst" halten, haben wir uns da auch nicht sonderlich lange aufgehalten.
Beim Bierkaufen in einem der zig Bottleshops sind wir auch gleich noch auf eine weitere Spezialität von Helga gestoßen (wir erinnern uns an das Brot).
Es gab natürlich auch ein großes BBQ mit Mutter, Schwester und Onkel Ange.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Walhalla


Die letzten Tage haben wir in Walhalla verbracht, einer kleinen ehemaligen Goldgräberstadt mit mittlerweile nur noch 17 Einwohnern (inklusive der Leute, die auf der anderen Bergseite wohnen, also im „Vorort“). Früher hatte sie aber mal über 4000 Einwohner und eine riesige Goldmine und war eines der bedeutendsten Industriezentren der Region. In den Bergwerk liegt übrigens immer noch massig Gold, wenn also jemand eine umweltfreundliche und billige Methode erfindet Arsen aus dem Grubenwasser herauszufiltern, kann er hier nochmal richtig reich werden. In Walhalla gabs auch wieder einen Umsonst-Campingplatz und diesmal hatten wir auch richtig viele „Nachbarn“, mit denen wir uns gleich angefreundet haben. Neben uns hat eine Familie mit ihrem Wohnwagen gecampt, die auch gerade ein Jahr durch Australien reisen, die hatten voll süße Kinder, die sich gleich mit Scotty angefreundet haben und gemeinsam mit ihm Stöckchen ins Feuer geworfen haben. Mit denen haben wir dann zwei Abende Lagerfeuer gemacht und (Light)-Bier getrunken und Damper gegessen. Das ist Brot, das man im Feuer macht. Sehr lecker und voll australisch, wenn man meinem Buch über australische Traditionen und Gebräuche kauft, was ich mir gekauft habe. Obwohl da drin steht, dass man es ohne Hefe macht und wir haben es mit gemacht, aber wahrscheinlich hatte einfach niemand Lust den Teig 40 Minuten lang zu kneten. 


Tagsüber sind wir dann durch den Ort gelaufen und haben uns die ganzen Schilder durchgelesen über Sachen, die da mal gestanden haben. Außerdem haben wir das ehemalige Postamt besichtigt, was eigentlich nur am Wochenende auf hat, aber die Frau, die da ehrenamtlich arbeitet hat es extra für alle Campingplatzbewohner aufgemacht, weil sie so begeistert davon ist. Sie hat uns ganz begeistert erzählt, dass die alten Tapeten vorsichtig abgemacht wurden, damit „Archäologen“ (alle Leute, die was untersuchen, was älter als 100 Jahre alt ist, sind anscheinend Archäologen) die unterschiedlichen Tapetenschichten (3!) freilegen konnten und herausfinden konnten aus welcher Zeit die stammen.


Auf dem Friedhof von Walhalla haben wir dann auch unser erstes (noch-)lebendiges Wombat gesehen. Es war leider schon ziemlich am Ende, von Fliegen umschwirrt und hatte auch kaum noch Haare. Laut der Frau in der Post (der aktuellen, die noch in Betrieb ist) hat sie wohl schon jemanden angerufen, der das demnächst einschläfern wird. Schade, ich hoffe, das nächste Wombat, was wir sehen wird ein etwas glücklicheres und gesünderes sein.


Naja und dann hab ich mir noch eine Jacke gekauft. Ich habe aufgegeben! Die ganze Zeit hab ich gefroren und mir gesagt: „Nein, du kaufst keine Jacke, es wird bestimmt bald wieder warm.“ Wurde es aber nicht. Gestern hab ich dann eine Jacke gekaut und ratet mal – es war der erste richtig warme Tag seit langem – mal wieder 30°C und heute auch. Ich hab die Jacke gestern Abend aus Protest trotzdem angezogen. 

Und dann ist noch was Tolles passiert, aber das kann Florian erzählen…

Dienstag, 29. November 2011

Albury, Anglers Rest, Ninty Mile Beach

In Albury angekommen, hat uns das erste Mal Independent Camping im Stich gelassen. Auf der eingetragenen Rest Area war kein Campen mehr erlaubt. Schade eigentlich, da der See an dem das war wirklich nett war und es auch überall wieder BBQs gab.
Also sind wir mal wieder auf einen kostenpflichtigen Campingplatz gefahren. Es hat leider wieder geregnet, von daher war das auch nicht das schlechteste. Man konnte mal wieder 'ne warme Dusche genießen.
Am nächsten Tag gab's wieder Sonne und wir haben uns mal Albury angeguckt. Zufällig war auch gerade ein Hundefest, mit diversen Wettbewerben. Den Wettwerb für den besten Trick, den ein Hund kann, hat ein Labrador gewonnen, der es geschafft hat sein Leckerli was vor ihm liegt erst zu fressen wenn es ihm gesagt wird...
Dann noch einmal am Fluss lang, ein kurzes Päuschen in der Sonne und dann auf zum Mittags-BBQ:


Von da us dann weiter Richtung um Omeo, genauer zum Anglers Rest um da eine Nacht auf halber Strecke zum Ninty Mile Beach zu verbringen.
Dahin bringen soll uns der Omeo "Highway". Man sollte meinen Highway bedeutet, dass das eine große Straße ist, geteert... Das trifft aber nur auf einen kleinen Teil zu.
Nachdem wir gleich am Anfang eine Kuhherde auf der Straße überwunden haben, ging es dann auf den Highway, der sich auch gleich in eine Schotterpiste verwandelt hat und gefühlte 100km so bergauf ging um dann irgendwann wieder zu einer geteerten Straße zu werden. 

Für die 140km haben wir auch nur kurze 4 Stunden gebraucht. Aber wir haben es geschafft.
In Anglers Rest haben wir uns dann neben einer Gruppe älterer Männer und einem Sohn postiert, um gleich von dem Junior vorgwarnt zu werden, dass die alten Männer abends mit zunehmenden Alkoholpegel etwas lauter werden könnten.
Der Vater (Ed9 von ihm konnte auch deutsch, was er seiner Mutter zu verdanken hat, die angeblich aus Bielefeld kommen würde...
Wie sich später herausgestellt hat, war der einzige der betrunken war, sein Sohn, der dann auch mit Mühe gegen zehn in sein Zelt gefunden hat.
Ed hat dann später noch sein illegales Feuerwerk rausgeholt und die ganzen Männer habe sich wie kleine Kinder darüber gefreut. Feuerwerk ist hier komplett illegal für private Leute und er hat sich ein paar bei dem chinesen seines Vertrauens geholt und anschließend alle Beweise im Lagerfeuer beseitigt...
Jetzt sind wir am Ninety Mile Beach, und der Name scheint zu stimmen...
Der Campingplatz ist direkt hinter der Düne und wenn man Strand steht, sieht man links und rechts bis zum Horizont nur Strand und keinen einzigen Menschen. Nachdem der Hippie heute morgen wieder abgereist ist, sind wir alleine mit noch einem Pärchen auf einem von dreißg kleinen Campingsites am Strand.
Es sind gerade 32°C und gleich gehts nochmal an den Strand, sich abkühlen.
Wir bleiben vermutlich zwei Wochen hier, da die erste freie Fähre nach Tasmanien erst am 09.12 zu kriegen war.




Jugiong, oder die Flucht vor dem Regen

Nachdem wir in Tidbinbilla waren, wollten wir eigentlich in der Nähe unser Lager aufschlagen, haben uns dann aber nach einem kurzen nachmittäglichen Powernapping dazu entschieden weiter zu versuchen dem Regen zu entkommen und sind Richtung Albury weiter gefahren um dann in Jugiong (der Wikipedia Artikel ist nicht umsonst so kurz) zu übernachten. Auf der anderen Straßenseite war auch gleich der älteste "family-owned" Pub Australiens. Eine Pizza, zwei Bier, und einem Herzinfarkt auf der Veranda später war dann schlafenszeit. Am nächsten war es dann auch endlich soweit: Sonne!
Und weiter geht's nach Albury!

Mittwoch, 23. November 2011

Canberra

Australiens Hauptstadt. Seit 2 Tagen sind wir hier und es ist schon merkwürdig in so einer konstruierten Stadt herumzufahren. Vorteile: 1. Superleiche Orientierung, da es 2 riesige Kreisverkehre gibt, in die man früher oder später immer gelangt und in dem einen befindet sich ein Hügel mit Parliament House und einer riesen Flagge obendrauf, so dass man sich an dem auch von fast jedem Punkt der Stadt aus porientieren kann, 2. ein schöner aufgestauter See in der Mitte der Stadt, sieht echt hübsch aus, 3. sehr viele Grünflächen und wahnsinnig viel Platz, breite Straßen, viele Parkplätze etc. aber Nachteile: 1. schön ist die Stadt trotzdm nicht gerade, es gibt keine alten Häuser. wir waren heute in so einem alternativen Cafe, wo man seine Hunde auf Sofas setzen darf etc. und auch alle Leute hippiemäßig aussehen und die wohnen dann alle in so spießigen Vorstadt-Einfamilienhäusern, das ist echt merkwürdig. 2. man muss überall mit dem Auto hinfahren, weil alle so weit auseinandergezogen ist und 3. da die Stadt in einer zum regieren angenehmen Klimazone gebaut wurde ist es hier recht kalt und man muss lange Hosen anziehen, was nicht so einfach ist, wenn alle Klamotten nach einer Woche campen dreckig sind.

Gestern waren wir im National Museum of Australia und heute im National War Memorial Museum. Auch die Museen sind übrigens wahnsinnig groß und man braucht für jedes mindestens 4 Stunden und hinterher tut einem alles weh vom Rumstehen und langsam laufen. Auf jeden Fall haben wir heute gelernt, dass Australien bei wirklich jedem amerikanischen Krieg mitgemacht hat, egal, ob das irgendwas mit ihrem eigenen Land zu tun hatte oder nicht. Ich hab mich erwartungsgemäß mal wieder n bisschen über die ganze Kriegsverherrlichung und die Verehrung von Soldaten aufgeregt, aber das war ja zu erwarten. Morgen gucken wir uns dann noch die Parliament Häuser (alt & neu) an, da gehts dann um Demokratie, das ist wahrscheinlich etwas besser für meine Nerven :-)

Unsere Hosts hier sind ganz nett auch. Sie wohnen typischerweise auch in einem Einfamilienhaus in einem Vorort (die ganze Stadt besteht fast nur aus Vorort, das Stadtzentrum ist nur so 10 Straßen groß ungefähr). Mit ist noch was eingefallen, was gut ist an Canberra: Alle Museen sind umsonst, d.h. wir haben bisher sehr wenig Geld ausgegeben seit wir hier sind. Was gut ist, weil wir auch schon ziemlich ausgegeben haben diesen Monat (hauptsächlich für das Auto). Aber wir haben diese Woche auch unsere Steuernummern erhalten, d.h. ich kann jetzt demnächst auch mal arbeiten gehen und n bisschen was wieder reinholen, was wir ausgegeben haben.






Dienstag, 8. November 2011

Endlich da!

Wir sind angekommen!!
Nach drei Tagen Reisen, diverser Zeitumstellungen, einem "interessanten" Hotel, und 21 Stunden Flug sind wir heile in Sydney angekommen.
Gary, Pandora und Natasha haben uns herzlich aufgenommen.
Heute haben wir uns gleich mal das erste Auto angeguckt um es dann nicht zu kaufen, da die Klimaanlage kaputt ist und es für den Preis dann auch zu alt war...
Bei der Gelegenheit sind wir schonmal durch  Kings Cross gelaufen und haben Sushi gegessen.
Morgen gibt es dann hoffentlich weitere Autos, sobald wir mal jemanden von den Leuten ans Telefon kriegen.